Das Eidgenössische Musikfest (EMF) in Biel war für uns eines der grössten Ereignisse dieses Jahrzehnts: Schweizweit kamen an diesem Wochenende über 500 Vereine zusammen, um sich im Wettbewerb zu messen. In unserer Klasse (2. Stärkeklasse, Harmonie) nahmen über 100 Vereine teil – alle mit dem Ziel, den „Chübel heizbringe“.

Die Reise nach Biel startete am Donnerstagmorgen, wo die Vorfreude auf die kommenden Tage bereits im Car zu spüren war. Mit guter Musik und feinem Plättli ging die Fahrt in den Kanton Bern schnell vorüber, sodass wir praktisch den ganzen Tag verfügbar hatten, um das Festgelände auszukundschaften, für unsere Nachbarsvereine mitzufiebern, Auftritte von Bands anzuhören und bei der Marschmusik mitzuklatschen. Am Abend stand noch eine letzte Probe an, bei der die Anspannung ziemlich zu spüren war. So gingen auch die meisten früh ins Bett, um am kommenden Wettbewerbstag fit zu sein.

Nach einem freien Freitag-Vormittag war es dann soweit: Um 16:30 Uhr ging es los zum Einspiellokal. Um von der Nervosität ein wenig abzulenken, wurde im Car wieder Musik gespielt und gesungen (unter anderem unsere neue Vereinshymne „Der Gipfel ist nah“, von der KI höchstpersönlich generiert). Beim Einspielen erhielten wir von unserem Dirigenten Florentin Setz noch die letzten Tipps, motivierende Worte und durften unser neues Maskottchen BATSEM kennenlernen.

Dann hiess es: SHOWTIME! Im Calvinhaus durften wir auf der für uns ein wenig zu kleinen Bühne zunächst mit dem Aufgabenstück „Endless Peace“ unser Bestes geben, gefolgt von unserem Selbstwahlstück „Black Gold“. Nachdem der letzte Ton im Saal verklungen war (für jemanden aus dem Orchester bereits schon nach dem Aufgabenstück ;) ), konnten wir unserer Feierlaune endlich freien Lauf lassen. So wurde auch die Fahrt im öffentlichen Verkehr zurück zum Festgelände zu einem Ereignis, als sich der Busfahrer beim dritten „zweimal um de Chreisel“ geschlagen geben musste & ganz zu unserem Vergnügen die extra Runde fuhr.

Beim Vorglühen durften wir noch eine weitere Überraschung erleben – die Band „Unglaublech“ machte spontan ein Platzkonzert und nahm unseren Dirigenten Flo als Posaunisten für eins zwei Stücke wieder in die Band auf.

Hinter unserem stolzen Fahnenträger Richi ging es dann zur Rangverkündigung. Unsere gute Laune war überall spürbar, sodass sie sogar die Anspannung überdeckte. Erst als es dann hiess, „kommen wir zu der Kategorie „Harmonie, 2. Klasse““, warteten wir gebannt. „Im Calvinhaus mit 191.66 Punkten gewann der Musikverein Schindellegi Feusisberg“, waren wohl die schönsten Worte des Abends. Als neue Schweizermeister spürte unsere Freude kein Halten mehr (oder wie die KI-Hymne sagen würde „ein Dorf, dass keine Grenzen kennt“) und es wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Somit lassen wir das EMF und Biel mit wunderschönen Erinnerungen zurück und freuen uns auf alles, was noch kommt.